Geburtstagstreffen 18. 1. 2006

Text von Peter Ahrendt, Fotos von Peter Ahrendt und Jens Jochumsen

Am 18.Januar 1914, einem kalten Wintersonntag mit Nordostwind der Stärke 2 und Temperaturen um den Gefrierpunkt, kam Arno Schmidt im Hause Rumpffsweg 27 zur Welt.

Und wie jedes Jahr an diesem Tag versammelte sich auch 2006 um 11 Uhr eine kleine Schar Gratulanten auf Einladung des Stadtteilarchivs Hamburg-Hamm vor dem Haus und gedachte mit einem Gläschen Klaren und »Prost!« des Autors.

Das Wetter war allerdings angenehmer: ausnahmsweise ein ruhiger Wintertag mit richtigem Schnee und ohne den sonst gewohnten unangenehm kalten Wind.


Windstille und echter Schnee: Die Geburtsgsfeier blieb dieses Jahr von schlechter Witterfung verschont.  

Michael Braun vom Stadtteilarchiv eröffnete wie immer das Treffen, und GASL-Mitglied Roland Burmeister gab wieder einige alkoholbezogene Schmidt-Zitate zum Besten – auch das eine liebe Tradition (»Ich habe immer nur getrunken, um die Bildkraft der Seele zu steigern, dem geschundenen Geist die  irdenen Bremsklötze wegzunehmen« (BA I/1, S. 214)), ebenso wie die Anekdote von der behördlichen ›Entscheidung‹ für Bargfeld als Sterbeort Schmidts, der immer noch die Gedenktafel am Haus ziert.

Neu war die Besichtigung von Garten und Keller des Hauses, die durch Frau Karin Schoenke, eine Hausbewohnerin und Mitarbeiterin des Archivs, ermöglicht wurde. (Schmidt: »Einen Keller hatten Wir nicht, dafür einen BodenRaum, (wo wunderlicherweise auch die Kohle lag, die außen am Haus hochgehievt wurde).« (BA IV/3, S.230)) Dennoch hat es wohl auch damals (in dem kriegszerstörten Haus) Keller gegeben, Herr Burmeister konnte sich aus einem viel früheren Besuch an Gewölbebögen unter einem Hausteil erinnern, die noch aus alten Zeiten stammen mußten.

Und weil das Stadtteilarchiv zu einem anschließenden Imbiß in seinen Räumen in der Carl-Petersen-Straße 76 eingeladen hatte, fanden sich dort noch 16 alte und neue Schmidt-Interessierte bei heißer Suppe und kühlen Getränken zu einem gemütlichen Plausch zusammen. Die notorische Maggiflasche stand wieder auf dem Tisch (siehe Bericht von 2004) und es gab sogar einen ›Stürenburg‹-Tee zu bestaunen. Beides war für die GASL-Mitglieder Anlaß, den ›Neulingen‹ noch mehr zu Schmidt zu erzählen und Lesetips zu geben.

  »Erst kam noch die Maggi=Suppe« (BA I/3, S. 252)