Geburtstagstreffen 18. 1. 2004

Am Wochenende 17. / 18.1.2004 fand in Hamburg das Geburtstagstreffen zu Arno Schmidts 90. Geburtstag statt. Eingeladen hatte die GASL in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchiv Hamburg-Hamm. Herr Braun begrüßte die Teilnehmer zu dem »Arno Schmidt Wochenende«.


Henning Westphal liest Arno Schmidt
   Am 17. 1., dem Vorabend des Geburtstages, las der Kieler Henning Westphal »Stürenburg-Geschichten«, »Geschichten aus der Inselstraße« und einen Ausschnitt aus »Pharos« vor rund 60 begeisterten Zuhörern im bis zum letzten Platz gefüllten Saal. Im Anschluß traf man sich dann noch bei Sekt, Wein und Bier in der Bibliothek des Stadtteilarchivs.Am Geburtstag fand dann das traditionelle Treffen unter der Gedenktafel am Haus Rumpffsweg 27 statt.

Ein Elfenkind: ach, wär ich doch eins, und nicht Rumpffsweg 27, II. geboren, von konkreten Eltern (heißt »concrete« nicht Zement?) (BrH)).

Über 50 Teilnehmer waren gekommen. Michael Braun vom Stadtteilarchiv sprach über das Haus und die Geschichte des Stadtteils und Roland Burmeister, der Initiator dieser seit vielen Jahren stattfindenden Treffen erzählte, wie es zu den Treffen unter der immer noch falsch beschrifteten Gedenktafel (»starb 1979 in Bargfeld«) kam. Die Stadt Hamburg hatte auf Anfrage zur falschen Beschriftung geantwortet, man habe sich für Bargfeld als Sterbeort (statt Celle) »entschieden« [!], da Schmidt dort lange gewohnt und gearbeitet habe. Bis heute hat man die Tafel nicht geändert, vielleicht wird´s ja noch was zum 100sten Geburtstag.Dietmar Noering las vor den frierenden Zuhörern an diesem kalten, aber sonnigen Morgen »Der Tag der Kaktusblüte«.   
Dietmar Noering liest Arno Schmidt

Im Anschluß gab es die traditionelle Schnapsrunde mit dem Zitat aus ZT 6um:

Darf ich, als allererstes, Jedem vielleicht eine kleine Erfrischung-?;
(und das Brettchen mit den Zinnbecherchen herumbieten : ?). »Nee
ich=nich !«; W, zurückschaudernd. »Dabei frierst scheinbar
Du doch am meisten.!«/ Sie dankte nochmals; besah sich dafür
aber die Löcher im Tablett, die vorgebohrten, in die man die Becher
einsetzen konnte./:»Für Tollpatsche wie mich: ‹Männer=allgemein›.
Oder ganz=hohen Seegang -(´Soltauer Zinn´ übrigens.)«.

Das Zitat wurde stilecht durch Jens Jochumsens Brettchen mit Zinnbechern illustriert.

Herr Noering zitiert aus Zettels Traum bevor die Zinnbecherchen zum Einsatz kommen Im Anschluß ging es dann wieder ins Stadtteilarchiv zum Aufwärmen und kräftigenden Brunch (mit Maggi-Flasche auf´m Tisch). Gedankt sei Herrn Braun und den fleißigen Helfern für die perfekte Organisation vor Ort.